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Dezember 2009/II

Die Schwägerin sieht beim Einkauf in der nächstgelegenen Stadt, dass dort eine Gewerbeimmobilie von privat zum Verkauf steht – „24 ar, auch teilbar“. Wir rufen an und besichtigen einen früheren Handwerksbetrieb. Das gesamte Areal samt Wohnhaus ist viel zu groß (und teuer) für uns, aber schließlich hieß es ja „auch teilbar“. Wir bieten der Witwe des Handwerksmeisters, die zu einer Erbengemeinschaft gehört, 100.000 € für einen Teil der Räume oder bieten alternativ an, diese zu mieten. Bei mehreren Rückfragen werden wir nur hingehalten. Unser Eindruck: Sie möchte das Lebenswerk ihres Mannes gar nicht verkaufen. Schade, denn die Halle wäre ein reizvolles Ambiente für unsere Autos gewesen.

aha am 19.12.09 11:49


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Dezember 2009

Das Reihenmittelhaus wird zwangsversteigert. Wir haben die Sicherheitsleistung (zehn Prozent vom Verkehrswert) vorab an die Stadtkasse überwiesen. Das hat nicht jeder potenzielle Mitbieter geschafft: Einem ist beim Überweisen ein Schreibfehler passiert, und es haben nur vier Euro den Weg in die Stadtkasse gefunden. Ein anderer hat fälschlich zehn Prozent jener Summe überwiesen, die er maximal ausgeben will. Nach einer einfachen Dreisatz-Rechnung wissen wir damit, wo seine Schmerzgrenze liegt. Tatsächlich bietet er jedoch mehr – und auch wir lassen uns vom Fieber mitreißen. Zwischen drei Bietern entspannt sich ein Wettstreit. Aber bei über 40.000 € steigen wir aus, und auch der Nachbar erhält am Ende nicht den Zuschlag. Dennoch: Eine spannende Erfahrung, quasi Ebay für Fortgeschrittene…

die-scheunen-schrauber am 12.12.09 18:39


November 2009

In der Zeitung steht mal wieder eine Zwangsversteigerung. Klingt nach einem Schnäppchen, denn der Zuschlag wäre bei unter 20.000 € möglich. Also lassen wir uns von der Gläubigerbank das Gutachten schicken. Kurios: Der Sachverständige, der den Verkehrswert geschätzt hat, konnte nicht in die Immobilie und hat sie nur durch den Briefkastenschlitz in Augenschein genommen… Aber egal – wir fahren die gut 20 km und schauen uns auf eigene Faust das Reihenmittelhaus mit integrierter Scheune an. Es ist die erwartete Bruchbude, und in der Scheune liegt jede Menge Schrott. Wir klingeln beim Nachbarn, der zugibt, auch an dem Objekt interessiert zu sein, weil es ihm einen Zugang zu seinem Grundstück bieten würde. Er erzählt, dass der frühere Besitzer Hals über Kopf getürmt sei.

die-scheunen-schrauber am 8.11.09 02:45


Oktober 2009

Der örtliche Makler wirbt im Schaufenster mit einem Wohnhaus samt riesiger Scheune im Nachbarort. Ein Handwerker sei leider während der Renovierung ernsthaft erkrankt und müsse sich vom unfertigen Objekt trennen. Die Besichtigung ergibt, dass dieser Vorbesitzer schon tiefe Löcher in die Scheune gegraben hat und ziemlich unprofessionell gearbeitet hat. Wir müssten viel Zeit und Geld investieren, um die Scheune zur Schrauberwerkstatt umzubauen. Und was tun mit dem Wohnhaus? Trotzdem: Wir wollen die Immobilie und nennen dem Makler einen Preis. Der Verkäufer will gut 15.000 € mehr. Wir bleiben hart. Und pokern zu hoch: Jemand anders kauft das Objekt. Schade.

die-scheunen-schrauber am 23.10.09 15:54


Juli 2009

Wir fragen in diversen Gewerbegebieten der näheren und weiteren Umgebung an, ob sie uns ein Grundstück verkaufen würden. Antwort unisono: Nein, nicht in dieser Größe, man bevorzuge Großinvestoren.

die-scheunen-schrauber am 20.7.09 15:54


Januar 2009

Inzwischen wird das Haus nicht mehr per Zwangsversteigerung, sondern über einen Makler vermittelt. Gleichzeitig ist der Preis nach oben geschnellt: Jetzt soll es 160.000 € kosten. Trotzdem nutzen wir die Chance einer Besichtigung. Und sind ernüchtert: Wie kann man nur so ineinander geschachtelt bauen? Die Wohnungen sind so kaum nutz- oder vermietbar. Und auch die bauliche Nähe zum Nachbarn ist ein K.O.-Kriterium. Also weitersuchen.

die-scheunen-schrauber am 15.1.09 15:53


Dezember 2008

Mit dem Bundesbankscheck (Sicherheitsleistung!) in der Tasche fahren wir zur Zwangsversteigerung in die nächstgelegene Großstadt. Aber ätsch - die Versteigerung wurde kurzfristig abgesagt emotion Immerhin erhöht dieser Ausflug mein Schrauber-Know-how: In der öffentlichen Tiefgarage krieche ich unter den Citroen und repariere das Schaltgestänge. Wird nicht das letzte Mal sein - weder die Reparatur noch der Besuch einer Zwangsversteigerung...

 

aha am 16.12.08 15:24


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